Die Tätigkeitsinhalte
Sie gestalten den inhaltlichen Kern eines neuen Lernprodukts für das Fach Deutsch mit – von der fachlichen Konzeption bis zur Umsetzung auf einer KI-gestützten Plattform. Eine Rolle, die Substanz, Urteilsvermögen und Lust erfordert, etwas Neues zu bauen.
- Sie kuratieren Lerninhalte für die Jahrgangsstufen 3–8 und verantworten deren inhaltliche Ausrichtung; von der Festlegung der Lernziele bis zur Progression durch die Kompetenzstufen. Dabei arbeiten Sie eng mit externen Instituten und Verlagen zusammen.
- Sie prüfen, was inhaltlich sinnvoll ist, und klären, was technisch möglich ist – und schließen die Lücke dazwischen. Konkret: Wenn das Konzept z.B. Silbenmarkierung vorsieht, aber die Plattform das noch nicht kann, finden Sie gemeinsam mit dem Tech-Team eine Lösung oder entwickeln einen Alternativansatz.
- Sie haben einen eigenen fachlichen Standpunkt und vertreten ihn. Wenn externe Partner Konzepte einbringen, bewerten Sie diese kritisch und sagen auch, wenn ein Ansatz im Markt nicht funktionieren wird.
- Sie behalten den Überblick über alle laufenden Inhalte: Termine, Qualität, Prioritäten. In der Aufbauphase bedeutet das viel Eigenverantwortung und wenig vorgegebene Strukturen.
- Sie steuern interne und externe Autor:innen, Redakteur:innen und Dienstleister – inhaltlich, qualitativ und terminlich. Klassische Personalverantwortung für ein eigenes Team kommt perspektivisch hinzu, wenn der Bereich wächst.
- Sie sichern die inhaltliche und sprachliche Qualität aller Materialien, pflegen Metadaten und stellen sicher, dass Inhalte auf der Plattform technisch korrekt abgebildet werden. Außerdem wirken Sie mit an der Definition von Qualitätskriterien für KI-generierte Inhalte; ein Bereich, der bei unserem Mandanten aktiv weiterentwickelt wird.
- Sie beobachten, was im Markt für digitale Deutschlernprodukte passiert, kennen die relevanten Wettbewerber und bringen diese Perspektive aktiv in die Produktentwicklung ein.
- In cross-funktionalen Teams mit Produkt, Tech und Partnern vertreten Sie den inhaltlichen Standpunkt – und können erklären, warum er zählt.
Ihre Qualifikation
Was diese Rolle schwierig zu besetzen macht, ist genau das, was sie interessant macht: Denn es wird eine Kombination aus fachdidaktischer Expertise, idealerweise redaktioneller Erfahrung und technischem Verständnis gesucht. Wer diese drei Dimensionen mitbringt, sollte sich melden. Genauer:
- Studium in Germanistik, Deutschdidaktik, Bildungswissenschaften oder einem verwandten Fach.
- Sie wissen, was Kinder im Bereich Schreiben und Sprachkompetenz in den Jahrgangsstufen 3–8 wirklich lernen müssen und kennen die aktuelle Forschung dazu. Lehrpläne sind Ihnen vertraut, aber nicht Ihr einziger Maßstab.
- Sie haben mehrjährige Erfahrung in einem Umfeld, in dem Inhalte für den Deutschunterricht konzipiert, gesteuert oder verantwortet wurden, sei es in einem Verlag, einem EdTech-Unternehmen oder der Schule selbst. Entscheidend ist nicht der Weg, sondern das Ergebnis: Sie wissen, wie gutes Lernmaterial entsteht.
- Erfahrung in der Zusammenarbeit mit externen Partnern, Autor:innen oder Dienstleistern ist ein klares Plus. Sie müssen nicht bei Null anfangen, wenn es darum geht, mehrere Parteien auf ein gemeinsames Ziel auszurichten.
- Sie können zwischen sehr unterschiedlichen Gesprächspartnern vermitteln (Fachdidaktikern, Redakteur:innen, Entwicklern), ohne dabei den eigenen Standpunkt aufzugeben. Das ist keine Moderationsaufgabe, sondern eine inhaltliche.
- Sie müssen keine Entwicklerin und kein Entwickler sein. Aber Sie sollten verstehen, was KI-gestützte Systeme im Bereich Sprachfeedback leisten können und wo inhaltliche Anforderungen an technische Grenzen stoßen. Dieses Verständnis ist die Voraussetzung dafür, dass die Zusammenarbeit mit dem Tech-Team funktioniert.
- Sie treffen fachliche Entscheidungen eigenverantwortlich und brauchen dafür keine Absicherung von allen Seiten. Das schließt ein, auch unbequeme Einschätzungen zu vertreten, wenn es nötig ist.
- Sie können komplexe Zusammenhänge verständlich machen, für Entwickler:innen genauso wie für Verlagsredakteur:innen oder wissenschaftliche Partner.